Hanns-Christian Gerth
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Julia Biel

Julia wuchs in London auf, fühlte sich in ihrem Umfeld in den Außenbezirken aber nur wenig zugehörig. Ihre Gestalt, ihr Denken, ihre Träume – wenig entsprach ihrer Auffassung nach den Erwartungshaltungen ringsum. So war sie schon früh auf der Suche nach ihrer ganz persönlichen Identität – bis sie ihren Ausdruck in der Musik fand. „Hier konnte ich mich endlich verwurzeln. Die Welt der Emotionen gab mir in der Musik das überwältigende Gefühl, endlich einen greifbaren, einen realen Ort für meine Seele gefunden zu haben.“ Sie erhielt Klavierunterricht und begann sich intensiv und autodidaktisch mit stimmlichem Ausdruck zu beschäftigen.
Offen gegenüber vielen stilistischen Eindrücken, voller Ideen und Tatkraft sprühend, fand sie schnell die passenden Menschen und spielte in der Folgezeit mit Ben Watt von Everything but the Girl und in so unterschiedlichen Bands wie Polar Bear oder Oriole, deren teils experimenteller Ansatz sie faszinierte. Beeinflusst von der Musik, die sich in einem weit gesteckten Rahmen zwischen Jazz, Soul, Psychedelic, Reggae und Blues bewegte, war es im Grunde nur eine Frage der Zeit, bis Julia ihre Solokarriere startete. Hier konnte sie sich ihrem eigenen Impuls hingeben, sich frei bewegen und ist seither lediglich den eigenen Ansprüchen und Visionen verpflichtet.

So entstand 2005 ihr Debüt-Album „Not Alone“ und zehn Jahre später der Nachfolger „Love Letters and Other Missiles“, mit dem sie ihr Anliegen, den selbstbestimmten Bereich zwischen den Eckpfeilern von Jazz und Pop auszufüllen, endgültig und überzeugend einlöste. In Idris Rahman fand sie zudem einen Musiker und Produzenten, der ihr Potential erfasste und sie mit eigenen Ideen zusätzlich inspirierte. Es ist ein Album frei von genormten Klischees. Stattdessen wird es getragen von einer Persönlichkeit, die sowohl die eigenen Stärken, als auch die individuellen Verletzlichkeiten sehr berührend zum Ausdruck bringt.